Wenn es ein klares Votum an diesem Diskussionsabend gab, dann dieses: Heckeshorn soll als Gesundheitsstandort erhalten werden. Eingeladen hatte der FDP-Ortsverband Zehlendorf-Wildwest in das Clubrestaurant im Verein Seglerhaus am Wannsee und rund 100 interessierte Gäste waren am Donnerstagabend (28. März 2019) der Einladung gefolgt, um mit dem prominent besetzten Podium über die Zukunft des Geländes der ehemaligen Lungenklinik zu diskutieren.

Dazu machte der Gastgeber und Vorsitzende des Ortsverbandes, Sebastian Czaja, den Vorschlag, einen ergebnisoffenen Konzept- bzw. Ideenwettbewerb durchzuführen. Dem zeigten sich Finanzstaatssekretärin Margaretha Sudhof und BIM-Geschäftsführerin Birgit Möhring nicht abgeneigt und nahmen aus der lebhaften Aussprache die Erkenntnis mit, die Anwohner bei dem anstehenden Verfahren stärker miteinzubeziehen.

Heftige Kritik an Senat, BIM und Bezirk äußerte der Geschäftsführer der ORTEC medical GmbH, Matthias Ort, der die Befürchtung äußerte, dass mit einer Herauslösung der Kerngebäude im Rahmen der Sondernutzung für die Flüchtlingsunterbringung das Areal für einen echten Gesundheitsstandort verloren sei.

Kontrovers blieb die Frage nach potentiellen Interessenten bzw. Investoren. Während die Staatssekretärin und die BIM-Geschäftsführerin betonten, für einen Klinikbetrieb ließe sich niemanden finden, wiesen der ORTEC-Geschäftsführer und zahlreiche Anwohner darauf hin, dass es eine Vielzahl von Interessenten und Ideen für eine Nachnutzung im Gesundheitsbereich gebe.

Czaja, der mehrfach davor warnte, das Thema zu politisieren, kündigte an, dass der FDP-Ortsverband eine Folgeveranstaltung durchführen werde, bei der u.a. auch der Bezirk eingebunden würde.