Als „wirtschaftspolitischen Offenbarungseid“ hat der Vorsitzende des FDP-Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf, Sebastian Czaja, die Antwort von Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) auf die Anfrage des FDP-Bezirksverordneten Rolf Breidenbach zum nach wie vor ausstehenden Zentrenkonzept bezeichnet. Danach war die Aktualisierung des Zentrenkonzeptes seit längerem vorgesehen, „konnte jedoch wegen der fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen und anderer Prioritätensetzung nicht bearbeitet werden.“

Das Zentrenkonzept bildet nach Angaben des Bezirksamtes den Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Zentren und des Einzelhandels im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Es konkretisiert die entsprechenden landesplanerischen Vorgaben auf Bezirksebene und bietet die Möglichkeit, mit fundierten Basisdaten, präziser Verortung des Einzelhandels und der Hierarchisierung der Zentren die jeweiligen Ansiedlungsinteressen substantiell einschätzen und bewerten zu können.

„Da fragt man sich doch unwillkürlich, welche andere Prioritätensetzung wichtiger gewesen ist, als das zuletzt im Jahre 2011 aktualisierte Zentrenkonzept endlich fortzuschreiben“, so Czaja. Wirtschaftspolitik stehe offensichtlich nicht weit oben auf der Agenda der Bezirksbürgermeisterin. Das sei mehr als armselig.

Breidenbach hatte die Antwort mit den Worten kritisiert: “Damit fehlt auch auf längere Sicht ein aktueller Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Zentren und des Einzelhandels im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Das ist keine auf die Zukunft ausgerichtete Wirtschaftspolitik und schadet der Entwicklung des Bezirks.“